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Nichtübertragbare Krankheiten

Nichtübertragbare Krankheiten verursachen heute weltweit die meisten Todesfälle. In der Schweiz waren 2012 gemäss Bundesamt für Statistik 74,6% der Todesfälle bei den Männern und 75,9% bei den Frauen auf vier nichtübertragbare Krankheiten zurückzuführen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Mit der Agenda Gesundheit2020 will der Bundesrat in Zukunft die Gesundheitsförderung und Krankheitsvorbeugung intensivieren. 

Das BAG wurde im 2014 damit beauftragt, gemeinsam mit seinen Partnern eine Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten zu entwickeln. Der Strategieentwurf war vom 4. August bis zum 28.September 2015 in einer öffentlichen Konsultation und wird zurzeit überarbeitet. Er soll im Frühjahr 2016 dem Bundesrat vorgelegt werden.

 

Das Problem

Wir leben heute doppelt so lange wie die Menschen vor hundert Jahren. Diese massiv höhere Lebenserwartung verdanken wir den medizinischen Fortschritten, den Fortschritten von Wirtschaft und Gesellschaft, der Verbesserung von Hygiene und Bildung, dem Ausbau der Sozialversicherungen usw. Die Verbesserung unserer Lebensqualität brachte auch eine Veränderung unseres Lebensstils und unserer Arbeitsbedingungen mit sich.Allerdings hat diese glänzende Medaille auch eine Kehrseite: die Zunahme nichtübertragbarer Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Leiden der Atemwege oder muskuloskeletaler Krankheiten (das sind Erkrankungen des Bewegungssystems wie z.B. chronische Rückenschmerzen). 

Diese nicht von einer Person zur anderen übertragbaren Krankheiten mit langer Krankheitsphase sind inzwischen die häufigste Todesursache in unserer Gesellschaft. Sie verursachen nicht nur viel Leid und eingeschränkte Lebensqualität, sondern stellen das Gesundheitssystem vor grossen Herausforderungen - auf finanzieller, struktureller und personeller Ebene. Die WHO geht davon aus, dass die nichtübertragbaren Krankheiten in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden.

Jeder einzelne kann etwas dagegen tun

Wir stehen dieser Zunahme nichtübertragbarer Krankheiten nicht machtlos gegenüber. Mehr als die Hälfte dieser Erkrankungen könnten mit einem gesunden Lebensstil vermieden werden. Sie werden durch dieselben Risikofaktoren begünstigt: eine unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, die Schädigung durch Alkoholmissbrauch und Rauchen. Wir können also etwas tun. 

Die NCD-Strategie soll die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern sowie Rahmenbedingungen schaffen, die ein gesünderes Verhalten vereinfachen. Die angestrebte Vision lautet:

Mehr Menschen bleiben unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status gesund oder haben trotz chronischer Krankheit eine hohe Lebensqualität. Weniger Menschen erkranken an vermeidbaren nichtübertragbaren Krankheiten oder sterben vorzeitig. Die Bevölkerung ist befähigt, gesundheitsförderliche Lebenswelten zu gestalten sowie einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

 

 

Quelle: http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00683/index.html?lang=de (March 2016)

https://www.senaca.ch:443/en/page/604

2017-09-22 06:47